WELT: Wenn tote Helden von der Bühne starren
Stefan Grund schreibt in der Welt: Triumphaler Hamlet, phänomenales Ensemble, Thalia Theater erste Wahl in Deutschland. Schöne Arabeske: „Gegen wen aber kann im Schach noch gewinnen, der schon vor Spielbeginn seinen König verlor?“ Anständiger, begeisterter Artikel, der auch noch Sachkenntnis beweist.
SPON: Auf der Couch mit Hamlet
In der recht wirren Kritik lässt Jenny Hoch das Wort Prozac auftauchen und gibt Hamlet den guten Ratschlag mit auf den Weg: „Würde er rasch ein paar Glückspillen einwerfen, sähe das Leben schon nicht mehr ganz so grau aus.“ Vielleicht sollte der Artikel doch lieber „Auf die Couch mit Jenny" heißen.
SZ/dpa: Michael Thalheimer verdichtet „Hamlet“
Die grandios überbewertete Süddeutsche Zeitung übernimmt einen Beitrag der Deutschen Presse-Agentur dpa und entlarvt sich selbst: „In gewisser Weise ehrlich sind noch Gertrud und Claudius in ihrer Liebesversessenheit. Selten ist das «böse Paar» so sympathisch und frei von Klischees gezeichnet worden.“ Wir bremsen auch für Diktatoren. - In dem nicht namentlich gekennzeichneten Artikel wird das verbotene Wort „quasi“ verwendet, weiterhin gibt es mehrfach Ironie-Anführungsstriche. Von der erwähnten Jubelfeier habe ich nichts bemerkt, es wurde zwar begeistert applaudiert, aber nicht so, dass der Hanseat seine Haltung verloren hätte.
Von Kanzlernden, K.I. und Kokolores
vor 19 Stunden

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